Zuerst einmal: Frohes neues Jahr euch allen!
Ich bin kein großer Silvester-Fan, denn ich bin der Meinung, dass ich keinen besonderen Tag brauche, der mir sagt, dass nun alles anders wird und etwas Neues für mich beginnt. Wenn ich etwas verändern möchte oder etwas Neues beginnen möchte, dann kann ich das jeder Zeit tun.
Dennoch kann man sich ja nicht komplett vor diesem Silvester verstecken. Von Überall springen einem Raclettekäse, Feuerwerkskörper, Luftschlangen und ganze Arsenale an Neujahrswünschen und Vorsätzen entgegen. Natürlich mache auch ich mir zu Silvester Gedanken, aber meisten bekomme ich davon nur Angst und versuche all das zu verdrängen.

Das Gute
Natürlich fühle ich mich manchmal aber auch gut, am ersten Tag des neuen Jahres. Ich bin aufgeregt und gespannt, was das neue Jahr für mich bereit hält. Ein Buch mit leeren Seiten, schön aufgeräumt wartet es darauf gefüllt zu werden. Mit Plänen und Vorsätzen, neuen Taten, Projekten und lauter guter Dinge.

Warum ich glaube, dass 2017 gut wird
Schon in der ersten Woche dieses frisch angebrochenen Jahres bekomme ich meine neue Pumpe, die Minimed 640g zusammen mit dem Enlite Sensor. Gut 7 Monate haben meine Diabetologin und ich dafür gekämpft. Gerade mal zwei Anträge wurden bisher in ihrer Praxis genehmigt. Und ich bin eine davon. Tierisch aufgeregt fiebre ich nun schon seit Wochen diesem Termin entgegen. Denn ich glaube, diabetestechnisch wird dieses Jahr ein wirklich gutes Jahr! Neue Pumpe, neues Glück? Wir werden sehen, aber ich bleibe optimistisch!
Im Februar steht dann auch schon mein achtwöchiges Pflichtpraktikum für die Uni an. Das werde ich nirgendwo anders als beim Diabetes Journal absolvieren. 8 Wochen in eine fremde Stadt, ohne meinen Partner, meine Freunde oder Familie. Ich bin also tierisch nervös und ja, auch etwas ängstlich. Zum Glück kenne ich schon einige Menschen vom Diabetes Journal und ich weiß, dass sie mir die Zeit schon nicht schwer machen werden. Ich freue mich auf die Menschen, meine neuen Aufgaben und natürlich darauf für kurze Zeit ein Teil des Diabetes Journals sein zu dürfen und mal etwas hinter die Kulissen blicken zu können.
Ein bisschen Klischeehaft bin ich aber auch. Ich habe mir vorgenommen wieder mehr Sport zu treiben, fitter zu werden, auch etwas abzunehmen. Und gerade bin ich wirklich top motiviert. Wobei ich diesen Vorsatz schon länger habe „wenn die neue Pumpe da ist.“
Ich freue mich auf ein neues Jahr voller neuer und alter Bekanntschaften, schöner Momente, aufregender Zeiten und ein großer leerer Kalender voller Ungewissheiten
Das Schlechte
Die Ungewissheiten. Sie können schön sein, aber sie können auch Angst machen. Da ich so ein kleiner Angsthase bin, machen sie mir sogar sehr oft Angst.

Warum ich vor 2017 Angst habe
Gerade im letzten Jahr haben wir gesehen, wie schnell Menschen von uns gehen können. Mir ist diese Situation und diese Gefühle nicht fremd. Ich habe in meinem Leben schon so einige Menschen verloren. Meinen Bruder und meine Großväter. Mit dem Tod kann ich nicht besonders gut umgehen, nein. Ich habe wirklich sehr starke Verlustängste und panische Angst vor dem Tod.
Die Tatsache, dass meine Eltern und Großeltern auch nicht jünger werden, lässt mich manchmal fast durchdrehen. Ich habe Angst, dass ich jemanden verliere.
Auch mein Hund wird dieses Jahr 16 Jahre alt. Er hatte im letzten Jahr einen Schlaganfall und kann mittlerweile nicht mehr so gut sehen und hören. Er erfreut sich trotzdem noch an jedem Tag, aber ein Ende ist abzusehen. Ich fürchte mich unheimlich vor diesem Tag. Das ganze letzte Jahr habe ich schon fast jeden Tag mit einer solch schlechten Nachricht von zu Hause gerechnet. Aber sie blieb aus. Ich befürchte nun aber wirklich, dass es 2017 passieren wird.
Das Praktikum bedeutet, dass ich nun noch ein ganzes Stück weiter am Ende meines Studiums stehe. Auch das macht mir ein bisschen Angst. Ich weiß zwar, was ich danach machen möchte, aber ob das dann immer so klappt. Wer weiß das schon?
Ich glaube, das Studium wird mich dieses Jahr noch so einige Nerven kosten.

Wie ist das bei euch? Nehmt ihr Neujahr als Anlass für neue Vorsätze und Pläne? Wisst ihr schon, was 2017 für euch bereit hält? Gibt es etwas, vor dem ihr Angst habt oder worauf ihr euch jetzt schon total freut?
Lasst mir doch ein Kommentar da. Ich kann doch nicht alleine sein 😉

Hallo Lisa,
erstmal ein frohes neues Jahr! Vieles, was du geschrieben hast, erinnert mich sehr an meinen eigenen letzten Blogeintrag. Ich hoffe, es ist okay, wenn ich den hier verlinke.
https://www.extrasuess.de/2016/12/30/vors%C3%A4tze-f%C3%BCr-s-neue-jahr/
Wie du werde ich nächstes Jahr die 640G bekommen und bin schon wirklich gespannt, wie sich dann alles entwickelt. Und auch ernährungstechnisch habe ich mir ein wenig vorgenommen.
Allerdings kann ich auch deine Ängste sehr gut nachvollziehen. Ich bin da, glaube ich, sehr ähnlich gestrickt wie du. Letztlich bleibt uns nur, das Beste aus jedem Tag zu machen und im Moment zu leben, ohne sich zu sehr den Kopf um alles zu zerbrechen, was in der Zukunft sein könnte – so schwierig das auch oftmals ist.
Ich wünsche dir für 2017 nur das Beste!
Liebe Grüße, Caro
Liebe Lisa,
Mir macht das neue Jahr auch einige Gedanken. Ich werde Oma, in etwas mehr als zwei Wochen schon. Ein total neuer Abschnitt für mich, ich rücke auf der Skala des Lebens eine Position weiter. Beruflich verändert sich derzeit meine Auftragslage, das ist auch ein bisschen unheimlich. Aber: bislang ist das Leben immer noch weitergegangen. Und wo sich eine Tür schloss, ging eine neue auf. In diesem Sinne: frohes Neues! ?