Es ist soweit, heute lüfte ich ein Geheimnis! Wer mir auf Facebook und Instagram folgt, wird schon des Öfteren mal über die Worte „Zukunftsboard Digitalisierung“ und „D.U.T.-Report“ gestolpert sein. Wie im letzten Blogpost angekündigt möchte ich euch nun endlich verraten, was es damit auf sich hat und wieso ich hin und wieder in dieser Sache unterwegs bin.
Noch immer weiß ich nicht, wie ich dazu gekommen bin ein Teil dieses Projektes zu werden. Ich glaube noch immer an Glück, während andere sagen, es liegt an meiner Qualifikation. So über meine eigenen Fähigkeiten zu sprechen widerstrebt mir immer sehr, deswegen bleibe ich dabei: „Man, hatte ich Glück, dass ich gefragt wurde, ob ich mitmachen möchte.“ Denn das Zukunftsboard Digitalisierung entpuppte sich als tolles Projekt, eine spannende Zusammenarbeit und meine eigene Chance.
Aber was ist das Zukunftsboard Digitalisierung? Wer sind wir? Was möchten wir? Was machen wir? Was soll in Zukunft daraus werden? All das möchte ich heute einmal vorstellen. In eigener Sache sozusagen.
Das Zukunftsboard Digitalisierung

Es muss noch 2017 gewesen sein, als ich eine E-Mail von Berlin-Chemie bekam, in der ich gefragt wurde, ob ich bei einem neuen Projekt mitmachen wollen würde. Ich hatte Zeit, Lust auf neue Projekte und war voller Tatendrang, also sagte ich zu.
In meinem Kopf entstand ein Bild von einem Bloggerevent, wie ich sie schon von anderen Firmen kannte. Doch Berlin-Chemie war bisher nicht dabei, also war ich tierisch aufgeregt und gespannt, wen sie wohl noch eingeladen hatten.
Tja, ziemlich überrascht war ich, als ich zum ersten Treffen im Frühjahr 2018 nach Berlin reiste und mich in einem Raum voller Doktoren und Professoren wiederfand. War ich die einzige ohne Titel? Na ja, nahezu. Das war jedenfalls etwas ganz anderes, als ich mir vorgestellt hatte und mein Selbstbewusstsein verschwand vorerst so schnell, wie ein aufgeschrecktes Wildtier. Da saß ich nun, sechs Stunden in einem Konferenzraum mit Menschen, die ich vom Namen her kannte, weil sie für mich einen kleinen Promi-Status innehatten. Ich muss etwas eingeschüchtert rübergekommen sein, denn das war ich.
Die Mitglieder

Die Hauptakteure des Zukunftsboard Digitalisierung setzen sich aus Experten aus der Diabetologie, einer Krankenkasse und mir als Patientenvertreter zusammen. Mit dabei sind:
Als Sponsoren haben wir mittlerweile nicht nur die Berlin-Chemie, sondern auch den Kirchheim-Verlag (Diabetes-Jounral, Diabetes-online.de u.v.a.), FIDAM (Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim) und die Medical Tribune, die nach unseren Treffen immer in ihrem Digital Corner über unsere aktuellen Themen berichtet.
Hier werden alle Mitglieder des zd vorgestellt.
Der Grund

„Wir, das Zukunftsboard Digitalisierung, machen uns gemeinsam mit unseren Partnern stark für die Digitalisierung der Diabetologie. Denn darin sehen wir die Zukunft.“
Dieses einschlägige Zitat sagt eigentlich alles über die Arbeit des zd’s aus. Bei unseren Treffen, die in der Regel alle drei Monate stattfinden, sprechen wir über die aktuellsten Entwicklungen in der Technologie, der Diabetologie und auch der Politik. Eben über alles, was Einfluss auf die momentane und zukünftige Digitalisierung der Diabetestherapie hat oder haben könnte. Welche Rolle spielen wir dabei? Können wir eine Rolle spielen? Können wir mit etwas beginnen? Dabei wird z.B. diskutiert, was wir Patienten uns vorstellen und wünschen, was unseren Alltag erleichtern könnte. Die Diabetologen sprechen meist über den aktuellen Stand und was sich verändern muss, bevor die Digitalisierung richtig Fuß fassen kann.
Wir wollen aber nicht nur reden, sondern auch etwas Handfestes erreichen.
So haben wir 2018 an unserem Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes, kurz D.U.T. gearbeitet.
Nicht nur reden – auch machen!

Uns war von Anfang an klar: wir wollen nicht nur reden, wir möchten etwas bewirken. Vielleicht finden wir den Startschuss zu etwas Neuem und sei es nur, dass wir Mut zur Digitalisierung schaffen.
D.U.T. -Report

2018 befasste sich jeder von uns mit einem digitalen Thema in der Diabetestherapie. Im Fokus standen unter anderem die Telemedizin und die telemedizinische Praxis. Dazu führten wir zusammen mit FIDAM eine Umfrage mit Diabetologen durch. Diese Umfrage zum aktuellen Stand der Digitalisierung und der Bereitschaft dazu, wurde mit den einzelnen Beiträgen im D.U.T.-Report veröffentlicht. Die Umfrage sowie alle Beiträge sind mittlerweile auf der eigenen Homepage für alle zugänglich (und hier als PDF-Download verfügbar). Auf der Diatec 2019 stellten wir auf einem Satellitensymposium unsere Arbeit vor.
Mein Artikel befasste sich mit der online Vernetzungvon Patienten, also unserer Typ-1-Diabetes-Community. Dafür beschäftigte ich mich auch eingehend mit der Looper-Bewegung und den verschiedenen DIY-Loop-System. Am Ende stellte ich fest, dass mir keine andere Möglichkeit blieb, als selbst zu loopen und einer unserer Ärzte wollte ebenfalls nicht länger warten und sammelt nun eigene Erfahrungen in der Telemedizin.
Außerdem haben wir ein weiteres Projekt ins Leben gerufen: den bytes4diabetes-Award, den ich euch nächste Woche noch genau vorstellen werde.
Was passiert als nächstes?

Im März stand unser erstes Treffen nach der DiaTec 2019 an. Wir entschlossen uns weiterzumachen. Der D.U.T. soll regelmäßig erscheinen und auch unsere Veranstaltung zum Vorabend der DiaTec wird Bestand haben.
2019 soll ganz dem Patienten gewidmet werden. Hierzu wird es in diesem Jahr noch eine ausgiebige Umfrage geben (ich werde euch auf jeden Fall wissen lassen, wenn es soweit ist). Diese Umfrage wird mit allen Ergebnissen und neuen Beiträgen des zd’s im Frühjahr 2020 im neuen D.U.T.-Report veröffentlicht.
Unsere Zusammenarbeit mit der Berlin-Chemie, dem Kirchheim-Verlag, der unseren D.U.T.-Report herausbringt, sowie der Medical Tribune soll ebenfalls weitergehen. Was dieses Jahr alles auf mich zukommt beim zd, kann ich jetzt noch nicht sagen. Nur, dass wir alle eine größere Rolle dabei spielen werden und ich euch sicherlich noch ein paar Mal um Unterstützung bitten werde. Denn die Meinung von Menschen mit Diabetes, die ihren Alltag mit dieser Krankheit beschreiten ist ein wertvolles Gut. Deswegen stehen wir dieses Jahr im Mittelpunkt!

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