Heute geht es um Kühlschränken. Na ja, auch. Mein Freund sagte neulich zu mir: „Du weißt, das ein Mensch mit Diabetes im Hause lebt, wenn die Butter hochkant steht.“ Ich musste wirklich lachen und heraus kam diese kleine Blogreihe .
Während meines Abiturs im Bereich Ökotrophologie musste ich eine Facharbeit über Kühlschränke schreiben. Ja, richtig. Eine Facharbeit darüber, wie ein Kühlschrank richtig eingeräumt wird, um es kurz zu fassen. Menschen mit Diabetes wurden dabei natürlich nicht berücksichtigt. Für uns gehört nämlich etwas sehr essentielles in den Kühlschrank, was man beim Otto Normalverbraucher vergeblich suchen wird: unser Insulin! Aber wo dort genau? Bei uns lag es seit jeher in der Tür, seid ihr eher Team Gemüsefach?
Als ich etwas genauer über Peters Satz nachdachte, fiel mir ein, dass meine ehemaligen WG-Mitglieder auch öfters Sprüche über den Kühlschrank brachten. Wir waren zu dritt und jeder von uns hatte ein Fach im Kühlschrank. Das war nicht gerade viel, also war immer jemand glücklich, wenn er noch etwas in der Tür verstauen konnte. Nun ja, da war aber auch schon für mich ein Fach vom Insulin belagert, was den anderen nun fehlte. Sie waren nicht böse deswegen, sie wussten ja genau, was es damit auf sich hat, aber den ein, oder anderen belustigenden Spruch konnten sie sich nicht verkneifen, wenn ihnen der Platz mal wieder fehlte.
Macht Platz für den Diabetesbedarf
Der ganze andere Krempel, wie Teststreifen, Pennadeln, Ketostreifen, Tupfer, Desinfektionsmittel, Lanzetten und bei Pumpenträgern noch viel mehr – all das braucht seinen Platz. Früher war mir das nie so bewusst. Als ich noch zu Hause gewohnt habe, hatten wir ein großes Haus und in der Küche einen extra Schrank mit 4 Fächern nur für diese Sachen! Seitdem ich in meiner kleinen Studentenbude wohne, fällt mir das mit dem Platz schon etwas auf. In der WG noch viel mehr, da hatte ich ja nur mein Zimmerchen. Damals lag alles in einer Box in meinem Nachttisch und das habe ich bis jetzt einfach so gelassen. Allerdings hält diese Kiste mittlerweile eher schlecht als recht. Die Seiten putzen auseinander und der Deckel geht kaum noch drauf. Mittlerweile liegen neben der Kiste schon weitere Packungen.







Bei mir liegt alles feinsäuberlich geordnet in einer großen Schublade unter dem Kühlschrank (ungekühlt, für Nadeln, Teststreifen und so weiter) und das Insulin natürlich klassisch in der Tür des Kühlschranks. Leider erstreckt sich meine Sammelwut nicht nur auf Diabeteskram, sondern auch meine Hausapotheke ist derart gut gefüllt, dass ich bald einen eigenen Laden eröffnen könnte – man will ja für alle Eventualitäten gewappnet sein 😀 Leider kann man hier ja keine Bilder anhängen, aber ich glaube ein Fremder wüsste nicht, ob ich nur Diabetes habe oder zusätzlich 52 Wochen im Jahr erkältet bin 😀