„Mama, ich glaube, ich bin geheilt!“ Heute, etwa acht Monate später, muss ich über meine anfängliche Euphorie schmunzeln. Herrgott, war ich naiv! Aber so bin ich immer. Warum ich derartiges heute nicht mehr sagen würde und warum sich mein Leben mit Diabetes trotzdem extrem geändert hat, möchte ich heute im Rahmen der Diabetes Blog Woche erzählen.
Typ 1 Diabetes – To be cured or not cured?
Auch in diesem Jahr geht die Diabetes Blog Woche in eine neue Runde. Heute, am ersten Tag, sehe ich mich direkt mit einem, für mich, schwierigen Thema konfrontiert: „Heilung – was bedeutet sie und was nicht?“
The Show must go on – mit Diabetes aufs Konzert & Festival
Da es bei Festivals oft dreckig wird, man den ganzen Tag auf den Beinen ist und sich sicherlich auch viel im Gedränge bewegt und feiert, muss ich Sensoren und Katheter doppelt und dreifach fixieren. Dafür habe ich dann genügend ScinTac und Fixierungstape dabei. Zu Desinfektionsmittel- oder Tüchern würde ich euch sowieso raten. Egal ob Diabetes oder nicht. Festivals können wirklich seeeehr dreckig sein. Was auch okay ist, denn das ist dieser berühmte Festivalflair!
Diabetes & Essstörungen: Linksammlung
Diese Liste soll auch weiterhin immer wieder aktualisiert werden und einen festen Platz auf meinem Blog bekommen, damit Betroffene leichter und schneller Hilfe und Informationen bekommen. Wenn ihr also noch andere Links kennt, die hier gut reinpassen, dann helft mir doch diese Sammlung aktuell zu halten und stetig zu erweitern.
Die Kunst des positiven Denkens
Uns wurde erklärt, dass solche Einstellungen wie wir sie fast alle in dem Seminar hatten, jahrelang in unseren Köpfen gereift und verankert sind. Es bedeutet viel Arbeit – und zwar keine leichte, aus diesen Mustern auszubrechen. Persönlichen Stressverstärker, Gedanken wie „ich muss perfekt sein“muss man geduldig abtrainieren sofern man das denn überhaupt möchte. Schnell entbrannte die Diskussion, ob solche Gedanken nur negative Ansätze haben und ob es erstrebenswert ist all diese Gedanken komplett aufzugeben.
Das Unmögliche möglich machen
Heute blicke ich voller Reue auf die letzten Jahre zurück. Ich möchte meinem Körper zeigen, dass ich ihn mittlerweile wertschätze. Wie einen alten Freund, den ich jahrelang schlecht behandelt habe, der aber trotzdem noch an meiner Seite ist und dem ich nun beweisen möchte, dass ich auch eine gute Freundin sein kann. Freundschaft mit meinem Körper schließen. Das habe ich wirklich gebraucht. Nun möchte ich ihn einfach ein bisschen besser behandeln. Vielleicht ist es noch nicht zu spät. Den richtigen Weg habe ich jedenfalls endlich gefunden und eingeschlagen und das fühlt sich großartig an!
Unterzuckerungen – mein Kryptonit
Dieses Gefühl der Schwäche, des leichten Kontrollverlustes, der Körper auf Sparflamme im Überlebensmodus. Diese Gefühle, kann ich so gar nicht leiden und reagiere fast allergisch darauf. So ganz kann ich es nicht erklären, auch wenn ich meine Gefühle erklären kann, kann ich nicht sagen, warum mich dieses Schwächegefühl bei Unterzuckerungen so fertig macht. Es ist quasi mein Kryptonit. Nicht das tun zu können, was sonst absolut kein Problem darstellt. Eine Zwangspause. Der schwache Körper, der ja eigentlich gar nicht schwach ist. Da werde ich zuerst furchtbar sauer – gut, bei Unterzuckerungen werde ich allgemein immer sehr aggressiv. Meine Familie und Freunde merken dadurch oft vor mir, dass mein Wert zu niedrig ist. „Boha, du bist grad echt aggressiv und zickig… bist du niedrig?“
„Wenn du das nicht trinkst, rufe ich den Krankenwagen!“
Behutsam legte ich mich ins Bett. Alles drehte sich, aber ich war zufrieden, endlich im warmen und weichen Bett zu liegen. Wie ein betrunkenes Baby schlief ich nur Sekunden später ein.
Plötzlich schrillte der Alarm vom Decxom los. Ich war noch immer relativ unfähig mich zu bewegen, schnaufte einmal laut und drehte mich wieder um. Mein Freund hingegen sprang auf und warf ein Blick auf mein Handy. „Du bist ganz schön am Fallen gerade, ich denke du musst etwas trinken!“
bytes4diabetes-Award – 25.000€ für kreative Köpfe
Wir haben uns überlegt, wie auch wir dazu beitragen können, dass neue Ideen und Konzepte gefördert werden. Die #wearenotwaiting-Bewegung zeigt wunderbar, dass es nicht immer große Unternehmen und bekannte Wissenschaftler sein müssen, die die Diabetestherapie nach vorne bringen. Mittlerweile sind wir Patienten ganz vorne mit dabei. Aber mal ehrlich, wen wundert das? Immerhin sind wir die Menschen, die tagein, tagaus mit dem Diabetes leben und wohl am besten wissen, was uns im Alltag noch fehlt. So riefen wir den bytes4diabetes-Award ins Leben. Er soll kreativen Köpfen Unterstützung bei der Entwicklung und Realisierung ihres Projektes leisten.








